Fotos und Photographien von Peter R. Fischer

Vielleicht kann man es eine
„Fotografie der alltäglichen Beiläufigkeit“ nennen …

AKTUELL

24.09.2020
Zwei neue Wandkalender für 2021!
Bestellinfos hier

Wand Bilder 2021
13 Wandbilder aus 13 Ländern Europas
Infos



Im Hecht 2021

13 Aufnahmen aus den Jahren 2014, 2019 und 2020
Infos


 

30.08.2020
Böhmische Reisebilder
38 Fotografien von 2013 bis 2020
13.09. bis 31.10.2020 – Radfahrerkirche Stadt Wehlen
täglich geöffnet von 11 bis 17 Uhr

Mimoň, Region Liberec 2018

Vernissage Sonntag, 13.9., 16 Uhr Musik: Antonín Pevala (CZ/git)

Wohnt man in Dresden, liegt Böhmen quasi vor der Haustür. Ústi nad Labem und Teplice sind näher als Chemnitz, Liberec ist kaum weiter als Görlitz und Leipzig, Prag viel näher als Berlin. Und von Stadt Wehlen aus sind es ein paar Schritte. Also war ich seit 2013 mehrfach in verschiedenen Regionen Böhmens fotografisch unterwegs, insbesondere 2017 und 2018 entstanden eine Vielzahl von Aufnahmen. Im Frühjahr 2019 gab es im Geißlerhaus in Bärenstein-Altenberg eine erste Fotoausstellung mit Reisebildern aus neun Regionen Böhmens.
Eine so große Region wie Böhmen in einer Ausstellung porträtieren? Unmöglich! Wenngleich einige Fotos aus der ersten Ausstellung noch einmal zu sehen sind, habe ich mich in der Fortsetzung für zwei Schwerpunkte entschieden: Impressionen aus 13 Orten an der Elbe von der Quelle bis Děčín, ergänzt um einige naturverbundene Bilder.
Mein Blick fokussiert stark auf Details, doch ebenso auf Linien, Strukturen, Zusammenhänge, Gegensätze und Ähnlichkeiten. Typische Highlights sind Randerscheinungen beim Versuch zu sehen, wie Menschen mit Geschichte umgehen, was im Gegenwärtigen welchen Stellenwert hat, wofür ein Auge oder auch keines da ist, was lebenswichtiger ist oder nicht.
Zeit hat in Böhmen oft eine andere Beständigkeit als hierzulande. Doch das Jahr 2020 hat sicher bei vielen das eigene Verständnis von Zeit und Wertigkeiten verschoben. Auch das Reisen findet derzeit häufiger virtuell als real statt. Und so möchte ich gern Neugierige mit auf meine fotografischen Reisen nehmen …

28.06.2020
Tag der Kunst Pirna am 4. und 5. Juli 2020

Sa 11-19 Uhr, So 11-18 Uhr

Er findet statt! Und in diesem Jahr werde ich zum dritten Mal dabei sein.
Wie im Vorjahr befindet sich der dankenswerterweise bereitgestellte Laden in der Dohnaischen Str. 86, der durch die Skulpturen von Daniela Schwarz einen zusätzlichen räumlichen und künstlerischen Kontrast erhält.
Wer wissen möchte, wer außerdem noch wo zu finden ist, kann sich hier den Programmflyer als PDF herunterladen.


17.05.2020
Verkaufsstand wieder möglich

Da kleine Märkte in Dresden inzwischen wieder durchgeführt werden dürfen, ist es auch mir wieder möglich, mich bei gutem Wetter im Rahmen des samstäglichen Trödelmarktes in der Dresdner Alaunstraße/Ecke Böhmische Straße zu präsentieren (Voraussichtliche Termine s. Sidebar).
Trödel klingt nicht nach Kunst. Aber es ist spannend, wenn „Hinz und Kunz“ vorübergehen, Seitenblicke werfen oder gar stehenbleiben, anfangen zu blättern. Anders als in einer eigenen Ausstellung, die sich zudem nur ein sehr selektiver Personenkreis anschaut und bei der man (man selber und die Besucher!) in der Regel nur zur Vernissage anwesend ist, erlebe ich auf einem Trödelmarkt die Reaktionen von „Hinz und Kunz“. Dann wird Fotografie zum Kommunikationsmittel!
Woher kommst Du? Aus … – da habe ich dieses Bild!
Wer kennt schon Ioannina? Du warst schon da? Hast Du das … gesehen?
Das ist doch …
Dort bin ich aufgewachsen…
Wenn Sie spannende Motive suchen, dann …

Aufnahme von der Bunten Ecke 2016, mein Fotostand im Hintergrund


Übrigens …
… wird momentan natürlich sehr gern und sehr viel in den politischen Instanzen über den Stellenwert von Kunst und Kultur im Allgemeinen und vom Stellenwert der freischaffenden Künstler im Besonderen GEREDET! Natürlich gibt es Zuschüsse, Fördermaßnahmen. Damit darf man (bis auf wenige Ausnahmen wie z.B. in NRW) Betriebsausgaben, fortlaufende Ausgaben finanzieren, d.h. einerseits Dritte bezahlen (Dienstleister, Lieferanten, andere Händler, Ateliervermieter usw.) oder Projekte umsetzen, die einen speziellen CV-Touch haben (Künstler sollen schließlich kreativ sein und die Förderer möchten sich was auf ihre Lorbeerblättchen schreiben).
Nur zählen die eigenen Lebenshaltungskosten nicht zu laufenden Ausgaben. Essen und Trinken schenkt uns der liebe …
Nein, da ist kein LIEBER…!

Einfach nur an den Projekten weiterarbeiten, mit denen man ohnehin beschäftigt war, ist nicht einfach mal so …
Wer sich kein Atelier, keine Werkstatt leisten kann, hat dafür auch keine Mietausgaben. Wem Aufträge bis zu 100 % wegbrechen, hat keine Reise-, keine Materialkosten usw. Die Einnahmen sind fast Null. Rücklagen bilden, war in der Regel überhaupt nicht möglich.
Ergo: Wer nichts an Dritte zu bezahlen hat und nichts verdient, braucht auch keinen Verdienstausfall, wie das bei der Unterstützung von Wirtschaftsunternehmen eine Selbtverständlichkeit ist.
Politiker und Verwaltungsbeamte sind auch noch stolz darauf, daß sie den Künstlern, die oft keine rechtlichen Ansprüche auf Unterstützung durch die Agentur für Arbeit haben, den Zugang zur Grundversorgung erleichtern.
Das politische Wertverständnis letztlich setzt, schaut man sich die Fördermaßnahmen genauer an, den freiberuflichen Künstler gleich mit Hartz-IV-Empfängern!
Es lebe die Kunst, auch wenn die Künstler am Hungertuch nagen. Wer dabei überlebt, ist erst recht ein Künstler! Und wird nach seinem Tode bestimmt Heilig gesprochen.
Falls MAN bemerkt, daß da Künstler gestorben sind.
(Dresden, 17.05.2020)


14.04.2020
Aktualisierungen der Postkartengalerien
Nach längerer Pause blieb mir „Dank“ CV Zeit, meine Postkartengalerien zu aktualisieren. In diesen Tagen sind über 600 Motive hinzugekommen.

DD0387 o.T. (Dresden 2016)

Klingt viel und ist im Vergleich zum gedruckten Gesamtangebot vielleicht 1/4. Aber auch wenn es mehr als die Hälfte dieser Motive bereits in Fotopapier-Form als Postkarten gibt, so ist die Aufbereitung für die Website noch einmal ein sehr zeitaufwändiger Arbeitsschritt. Denn ehe die Bilder in die Galerien „Neue PK seit …“ bzw. „Neue PK Graffiti seit …“ sowie „Neue PK Italiens seit…“ hochgeladen werden können, ist es notwendig – damit sie auch zeitgleich in den thematischen und regionalen Galerien zu sehen sind – sie mit Stichworten zu versehen, auf deren Basis die automatische Zuordnung erfolgt.
Hierfür müssen in den Metadaten jedes einzelnen Bildes eingegeben werden:
Dokumenttitel, Beschreibung, copyright, website und jeweils 7 bis 10 Stichworte. Und nur ein Teil davon läßt sich automatisieren.

Auch wenn es derzeit nicht live-haftig an meinem Fotostand geht und manche/r vielleicht auch mein Plaudern dazu vermißt, auf diesen Seiten hier kann man zumindest online ganz entspannt herumstöbern 😉
Und so man will auch bestellen.


23.03.2020
Die Natur verweigert den rechten Winkel

Meine für Ostrava im Rahmen der dortigen Deutsch-Tschechischen Kulturtage unter diesem Titel geplante Ausstellung vom 25.3. bis 2.5.2020 wurde aus bekannten Gründen abgesagt. Ob oder wann sie nachgeholt werden kann, ist derzeit noch unklar. Insofern habe ich überlegt, zum selben Zeitpunkt, an dem die Vernissage stattfinden sollte, ein katalogartig angelegtes Video auf die bei mir gegenüberliegende Hauswand  zu projizieren. Im Moment scheitert dies noch am Fehlen eines geeigneten Beamers.

Unabhängig davon möchte ich dieses Video für den geplanten Ausstellungszeitraum auf meiner Website präsentieren.
Mehr dazu unter diesem Link ab 25. März 2020, 19 Uhr
der imaginären Vernissage.


04.02.2020
Ein wesentlicher Teil meiner fotografischen Arbeit ist Veranstaltungsfotografie bei Konzerten (vornehmlich im Dresdner Jazzclub Tonne, bei Literaturveranstaltungen in Dresden und bei Filmfestivals an verschiedenen Orten.
Hierzu wird es demnächst einige Beispiele mehr auf dieser website geben. Vorerst nur ein Titelbild mit der südafrikanischen Sängerin ZOË MODIGA in der Band „Seba Kaapstadt“ am 30.01.2020 im Jazzclub Tonne.
Und hier ein Beispiel von der Veranstaltung „Unterwegs im Licht“ am 18.1.2020 in Potsdam. Lichtkonzept von Lichtdesign Ruairí O`Brien aus Dresden.


17.11., 10 bis 18 Uhr: Am „Tag der offenen Ateliers“
Petra Schulze stellt mir freundlicherweise in ihrem Atelier in der Dresdner Alaunstraße 76 Ausstellungsfläche für eine Auswahl meiner Postkarten


07.11.2019
Noch zwei mal Verkaufsstände 2019 in Dresden!
17.11., 10 bis 18 Uhr: Am „Tag der offenen Ateliers“
Petra Schulze stellt mir freundlicherweise in ihrem Atelier in der Dresdner Alaunstraße 76 Ausstellungsfläche für eine Auswahl meiner Postkarten sowie die Bücher und Kalender zur Verfügung! Ich selbst werde leider nicht anwesend sein können.


14./15.12., 13 bis 21 Uhr: „Hechtzauber“
Auf dem Weihnachtsmarkt des Hechtviertel e.V. in der St. Pauli Ruine Dresden (Fichtenstraße) werde ich erstmals mit einem Stand vertreten sein.
Wer mich bereits an meinen Ständen besucht hat weiß, daß sie immer zu einem Großteil eintrittsfreie Ausstellung mit kostenloser Führung durch Motive aus 20 Ländern Mittel- und Südeuropas, unterhaltsamer Kommunikation über Fotografie und viele andere Themen sind.

Chor der St.-Pauli-Ruine (2012)


06.09.2019
Zwei neue Wandkalender für 2020!
Bestellinfos hier

Wand Bild Botschaft – Graffiti aus 12 Ländern Europas
Format A3 (Format A4 vergriffen)
(mehr Infos hier)

Im Hecht 2020
Impressionen aus dem Dresdner Hechtviertel
Format A4
(mehr Infos hier)


Tag der Kunst in Pirna 13./14. Juli 2019
Sa: von 11 bis 19 Uhr, So: von 10 bis 18 Uhr
Dohnaische Straße 82 (gegenüber von der „Armen Sau“)

Alljährlich findet in Pirna der „Tag der Kunst“ (tag-der-kunst-pirna.de) statt, an dem sich  zahlreiche Künstler in ansonsten leerstehenden Geschäften oder auf Innenhöfen mit ihren Arbeiten präsentieren. In diesem Jahr beteilige ich mich zum zweiten Mal daran.
Neben meinem stetig wachsenden Postkartenangebot (inzwischen ca. 2000 Motive in Kleinauflagen ab 1 Exemplar mit Ausdrucken auf Fotopapier), zahlreichen größeren Fotos (denn viele Postkarten sind „nur“ handliche Information zu „richtigen“ Bildern) und den beiden Bildbänden „Venedig“ und „Böhmische Reisebilder – Südböhmen I“ zeige ich in improvisiertem Aufbau auch meine gerade im Geißlerhaus Bärenstein-Altenberg abgebaute Frühjahrsausstellung „Böhmische Reisebilder“.

Freue mich stets über neugierige Gäste!
Und es darf gekauft werden 😉

Einige Blicke in „meine“ Ladenbaustelle 2018 …


22.04.2019: neuer Bildband

Südböhmen – Ortserkundungen Teil I
(Böhmische Reisebilder 2017)

Unter diesem Titel ist im März 2019 mein zweiter Bildband im Selbstverlag erschienen:


Titelbild Südböhmen I

Erste Auflage, 25 Exemplare
21 x 21 cm, 108 S. mit 136 Abbildungen, Hardcover
24,90 €
bei Bestellung über photographie[at]gmail.com inkl. Versand (in D)

erhältlich auch in 3 Dresdner Buchhandlungen
mehr Infos hier

 


05.03.2019 Ausstellung:
Böhmische Reisebilder – Fotografien
09.03. bis 25.05.2019
Galerie Geißlerhaus Bärenstein
Bahnhofstr. 6, 01773 Altenberg – Bärenstein
www.geisslerhaus.de 
sonntags 14 bis 18 Uhr
oder nach Anmeldung unter 0173 / 95 62 007

Vernissage am Sa., 09.03., 16 Uhr
63 Fotografien aus 9 Regionen Böhmens
Die Ausstellungsmotive gibt es auch als Postkarten (Ausdruck auf Fotopapier) im Geißlerhaus.

Böhmischer Abend – Eine Reiseplauderei  am Fr., 29.03., 18 Uhr
Helena Ruppert im Gespräch mit Peter R. Fischer
Böhmischer Küche mit anschließender Reiseplauderei
Gesprächsmöglichkeit bei einem Glas Wein

mehr Infos hier

Region Liberec; 2018

 

 

 

 

 


11.01.2019
neue Ausstellung: 11.1. bis 6.2.2019
Manjushaka – performance
Galerie nEuropa, Dresden, Bautzner Str. 49

eine Vernissage in einer Midissage am 11.1., 20 Uhr
20 Fotografien vom ersten Auftritt des japanischen Tanztheaters Manjushaka in Deutschland am 7.12.2018 in Dresden

Die Ausstellungsmotive gibt es auch als Postkarten (Ausdruck auf Fotopapier) in der Galerie nEuropa des kulturaktiv e.V.

Manjushaka Performance 7.12.2018


Übrigens
Einiges von meiner Veranstaltungsfotografie kann man u.a. auch hier sehen: exground filmfest Wiesbaden; auf den facebookseiten der Tschechisch-Deutschen Kulturtage, von Literatur Jetzt! und dem Dresdner Jazzclub Tonne


Buch – Premiere – Venedig
24.5.2018

Am 24. Mai ist mein erster Bildband im Selbstverlag erschienen:
„Venedig – Kreuz und quer und zurück“
Fotografien von 2009 bis 2015

Titelseite

Erste Kleinauflage in 25 Exemplaren
21 x 21 cm, 48 S. mit 59 Abbildungen, Hardcover
19,90 € in Buchhandlungen der Dresdner Neustadt
bei Bestellung über photographie.fischer[at]gmail.com inkl. Versand (in D)
mehr zum Buch hier


10.11.2017
Keine Ahnung, wo ich es genau gelesen habe…
Dürrenmatt sagte mal, sinngemäß, wenn man wissen möchte, was auf der Welt Wichtiges (meint also Wesentliches) passiert, dann solle man den Wirtschaftsteil der Nachrichten lesen …
Versucht man diesen Gedanken des exzellenten Philosophen (der genau deshalb als Schriftsteller so wunderbare WICHTIGE Erzählungen, Stücke und Romane schreiben konnte!) wiederum auf Wesentliches zu reduzieren, dann ist man schnell beim menschlichen Charakter und dessen Dominanz von Eitelkeit, Macht- und Besitzgier.
Mag sich technisch und wissenschaftlich seit einigen tausend Jahren einiges entwickelt haben, dann bleibt nur zu konstatieren: Der menschliche Charakter hat seit der Eiszeit (im Gegensatz zum götzenhaft angebeteten Faktenwissen!) KEINE Evolution erfahren. Pimaldaumen sind 0,1 Prozent Mächtiger in der Lage, 95 % der Menschheit zu manipulieren (die restlichen renitenten – so wie ich – oder emeritierten Prozente sind in einer generösen sozialkapital abgesicherten Nische verschmerzbar und wirkungslos untergetaucht). Die gesellschaftlichen Manipulatoren sind zwar ein Problem, aber das kleinere Übel. Die dumme manipulierbare Masse macht widerwärtige Geschichte immer wieder erst möglich!
Und: da ich fotografisch – so glaube ich – durchaus etwas wie Kunst mache, muß ich auch konstatieren:
Alles was sich als Kunstmarkt – ganz gleich welcher künstlerischen Richtung – versteht, ist nur Spiegelbild der Gesellschaftsform, in der wir leben: Kapitalismus pur! Wer für einen Gerhard Richter 10 Millionen bezahlt, hat diese 10 Millionen bedürftigen Menschen entzogen oder gestohlen und sich (steuermäßig) reingewaschen. Richter selbst sagte einmal, daß er es als absurd empfinden würde, was Leute für seine Werke bezahlen würden. Eric Clapton gilt als der bedeutendste Sammler von Richters Kunstwerken. Wie viel hat er dafür bezahlt? 100 Arbeitsstunden zum Mindestlohntarif? Hat der Künstler eine Verantwortung dafür, was für seine Kunst aus Eitelkeit bezahlt wird?
Ja und nochmals Ja und nochmals JA!!!
Lieber stehe ich auf einem Trödelmarkt mit meinen Fotos als auf einem Kunstmarkt, lieber gebe ich einem Buchladen meine Postkarten als dem Kunsthandel. Lieber verschenke ich ein Foto, als es einem Millionär für eine hohe Summe zu verkaufen! Weil ich glaube, wie die meisten von ihnen ihr Geld verdienen, haben sie ein Foto von mir NICHT VERDIENT!
Zwar sagte dieser Tage jemand zu mir, eine solche Haltung würde den Kunstmarkt zusammenbrechen lassen (was Besseres könnte ich mir gar nicht wünschen!), aber das wird nicht passieren. Denn es geht nicht um Kunst, es geht nicht um humanistische Werte (aberwitziges Wort: Humanismus! Denn nur vom Menschen geht alles Mögliche an Grausamkeit aus!). Es geht schlichtweg nur um Eitelkeiten, Geld, Macht, Repräsentation, und wer das nicht kann Arschkriecherei. Und der Kunstmarkt und dessen verlogene „Kunst“liebhaber sind nur Bestandteil dieser Verlogenheiten. „Hehre“ Werte sind ein Witz der Menschheitsgeschichte, den fast niemand versteht (verstehen will! Was 1000x schlimmer ist! Aufgemerkt: Nicht die Dummen sind die Schuldigen – obgleich nicht ohne Mitveranwortung – die ausnutzenden Wissenden sind die Katastrophe der Menschheit!).
Ich stelle lieber in Kneipen aus, stehe auf einem Stadtteilfest oder einem Trödelmarkt. Dort kommen zwar auch Arschlöcher vorbei, doch wesentlich weniger verlogene als auf einer hochgelobten KUNST-Vernissage in einer eitlen Galerie …
Meine Schulter ist mir zu wichtig, als abgeklopft zu werden von selbstgefälligen oder resignierten vermeintlich „Gleichgesinnten“.
Ich freue mich über jede/n, der/die mir auf Augenhöhe in die Augen schaut!
Gesellschaftliche und damit akzeptierte Wertevorstellungen sind alberne Klischees, die auf die Unmündigkeit der „Durchschnittsbürger“ bauen. Nur nimmt sich der Durchschnittsbürger meist nicht als solcher war. Wie Sartre sagte/schrieb: Die Hölle sind immer die anderen!

PS: Ich habe u.a. in einer Ausstellungsankündigung meine Fotografie als „Fotografie der alltäglichen Beiläufigkeit“ bezeichnet. Der Mensch schaut einfach auf seinen Mitmenschen in des Kaisers neuen Kleidern, wohl wissend, daß man gerade diese neuen Kleider selber trägt.
Der Mensch (ich kann nichts dafür, das es hierfür kein Neutrum gibt) sollte endlich lernen, sich miteinander auseinandersetzen zu können, als dem kapitalkranken Wertesystem zu gehorchen und sich gedankenlos als Konsument wie ein dummes Schaf einzuordnen.
Es tut mir leid, keine zeitgemäßen optimistischen Gedanken in die Welt senden zu können (dafür sendet die alltägliche Beiläufigkeit wiederum zu viele Negativsignale), aber ich werde zumindest weiter Fotos machen, die Welt betrachten und mich positionieren. Wenigstens das.
Wen dies interessiert, wird einiges von meiner Lebenssicht aktuell auf facebook finden, in den Fotoalben der Tschechisch-Deutsche Kulturtage bzw. Literatur Jetzt!
Hier noch ein kleines fotografisches Glockengeläut in 2500 Meter dolomitischen Höhen …
Das menschliche Dasein hat keinen „höheren“ Sinn. „Göttliche“ Ausrede ist die Makulatur eigener Verantwortungslosigkeit.  Die Menschheit hat kein Ziel, nur einen Weg, für den sie sich endlich öffnen muß!
Dieser Weg ist voll von unendlich vielen MENSCHEN!


Skopje/Mazedonien; 17.5.15; © Peter R. Fischer28.02.16
Die EU hat längst nachgewiesen,
daß sie außer wirtschaftspolitischen Interessen
keinen „europäischen Gedanken“ vertritt.

 

 

Skopje/Mazedonien; 2015


24.08.15

Kat.-Nr. 0655; Human Beings; Taranto, 2012

Kat.-Nr. 0655; Human Beings; Taranto, 2012

Die Bekämpfung der Auswirkungen eines Problems ist noch lange keine Lösung.
Die ewig unzufriedene, nimmersatte, übersättigte „zivilisierte“ Welt muß weit über den eigenen Besitzstandstellerrand hinausschauen, anstatt mit neuen Zäunen, Mauern und Grenzen, mit neuen Feindbildern und Haß den eigenen auf weltweite Kosten zusammegerafften Wohlstand ängstlich zu schützen.
Es kann nur globale Lösungen geben, erst recht in Zeiten der Globalisierung (wenn es um den Profit geht, wird generell global gedacht).
Geschichtliche Verantwortung für Kriege, Eroberungen, Unterdrückung, Ausrottungsversuche reicht sehr, sehr viel weiter zurück als bis zum II. Weltkrieg.
Eine neue Zeit des Colonialwarenhandels ist angebrochen!

0692 Long Distance (Italien 2012/13)

0692 Long Distance (Italien 2012/13)

Der Kapitalismus – oder wohl doch Imperialismus – ist scheinbar die dem menschlichen Charakter am besten entsprechende Gesellschaftsform, in der Geld nicht nur mehr zählt als Menschenleben, sondern auch als Arbeit. Geld als Tauschmittel: Ja. Geld als dominierende gesellschaftliche Wertvorstellung: Nein!
Aber was ist dann die Alternative, die außerhalb generös genehmigter Nischen (von allzuvielen Menschen blindlings als Freiheit gefeiert) liegt?

0726 Straßenmusik in Ljubljana (2011/13)

0726 Straßenmusik in Ljubljana (2011/13)

 

0725 Welcome Immigrants in der Metelkova (Ljubljana; 2011/13)

0725 Welcome Immigrants in der Metelkova (Ljubljana; 2011/13)

 

0590C IMG_6082 BC Ich habe meinem Berater was vom Pferd erzaehlt web

Kat. 0590c, Hannover

 

0216 PICT6476 Bleib wo Du bist und Avignon

Kat. 0216: Bleib wo Du bist… (Avignon 2009)


Der Fotograf ein Voyeur?
Thessaloniki, Mai 2015Natürlich! Wer nicht Voyeur, also kein Beobachter ist, kann auch nicht fotografieren!
Das Problem ist dabei weniger der Beobachter (abgesehen von den richtigen Papprazzi), als vielmehr die beobachtete Person im Verhältnis zu sich selbst, wenn sie bemerkt, daß sie beobachtet wird!


08.08.15
Meine Fotos und Postkarten sind nicht im öffentlichen Handel oder einer Galerie, sondern in der Regel nur per Onlinebestellung erhältlich. Zu einigen Anlässen bin ich mit eigenem Stand öffentlich anzutreffen.
Bei Nichtregen-Wetter stehe ich in den Sommermonaten samstags mehr oder weniger regelmäßig in der Dresdner Alaunstr./Ecke Böhmische Str. von ca. 11 bis 19 Uhr auf dem kleinen Trödelmarkt an der „Bunten Ecke“.
Beim Dresdner Hechtfest am letzten Augustwochenende wird sich mein Stand voraussichtlich wieder in der Fichtenstr. befinden.
Im September bin ich mit drei Arbeiten in der Ausstellung „Die erste Dresdner Fotoauktion“ des neuen Forum für zeitgenössische Fotografie Dresden im Kunsthaus Raskolnikow (Böhmische Str.  34) vertreten.
Eröffnung: 4.9., 19 Uhr
Auktion: 25.9., 19 Uhr

Gleichfalls im September fotografiere ich für „Literatur Jetzt!“ in Dresden und im Oktober und November wieder  für die Tschechisch-deutschen Kulturtage.


15.12.2014
Aus aktuellem Anlaß:
Überlegungen anläßlich der wachsenden PEGIDA-Demos in Dresden und andernorts

Und wieder ein erschreckender Montag in Dresden!
Das untenstehende Bild habe ich im Frühjahr 2009 in Dresden aufgenommen und es damals genannt „Der Schoß ist fruchtbar noch!“ (Wer es nicht weiß: Zitat aus dem Epilog „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ von Bertolt Brecht, 1941).
Als ich das Bild in meinen Katalog auf meiner Website aufnahm, hatte ich den Titel weggelassen, weil er mir zu plakativ wirkte. Schließlich trifft er ja nicht nur, aber, wie sich derzeit zeigt, schon sehr stark auf weite Teile Sachsens zu. Doch ich bin in den vergangenen Jahren sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland sehr vielen Menschen (und dies in aller Regel „Deutschen“) begegnet, bei denen ich gedacht habe:
Mit denen ist sowohl ein Viertes Reich als auch ein Dritter Weltkrieg möglich!
Anfang der 90er habe ich ebenso erschrocken festgestellt, daß die meisten Menschen im deutschen Ost und West einen sehr stark ausgeprägten Hang zum „Vorauseilenden Gehorsam“ haben, einen Drang „starken“ Worten hinterher- oder gar vorwegzulaufen. Vielleicht doch eine deutsche Tugend: „Zucht und Ordnung“? Oder sollten wir etwas mehr alte und neue gesellschaftliche Werte hinterfragen, an die sich viele Menschen klammern, weil sie mit ihrem Selbstwertgefühl (wer bringt uns schon sowas bei???) große Probleme haben, Selbstgefälligkeit für Selbstbewußtsein halten, Einsamkeit und andere Ängste hinter einem lautstarken Mitläufertum verbergen? Politik und Diplomatie sind ganz selbstverständlich akzeptierte Formen von Manipulation.
Hier Ost und West zu thematisieren ist genau das, was verhindert, u.a. (gesamt)deutsche Geschichte im Kontext mit dem Charakter der Psyche, der „Seele“ (oder was auch immer man dafür sagen möchte) des Menschen (um dies mal vereinfacht für die Spezie Mensch zu sagen) zu betrachten, zu begreifen. Und ebenso denke ich seit Jahren: Der Kapitalismus (denn Wohlstand meint ja immer nur materiellen Wohlstand) ist vielleicht die dem menschlichen Charakter am besten angepaßte Gesellschaftsform. Scheitert bereits die Vorstellung von Utopien am Menschen selbst?
Warum wissen wir immer viel besser, wogegen wir sind statt wofür? Gegen etwas lassen sich immer mehr Menschen mobilisieren als andersherum. Feindbilder haben (weltweit) gute Traditionen, werden gepflegt und immer wieder neu ausgegraben. Sie haben sowas „motivierendes“! Der Mensch ein Unmündiger Bürger? Die Manipulatoren sind auch Menschen.
Keine These, kein Ansatz einer Analyse zur PEGIDA-Bewegung, denn diese ist gleichfalls „nur“ Ausdruck, wie „krank“ diese Gesellschaft bzw. wie UNSER Wertesystem ist.
Es sind „nur“ ein paar der vielen hin- und herspringenden Gedanken, die mir immer wieder durch den Kopf gehen, jede kleine Antwort wirft neue Fragen auf, stellt neue Zusammenhänge her…
„Nazis raus“ ist auch „nur“ ein populistischer Aufruf, weil er nicht hilft gegen braunes Gedankengut. Er polarisiert, schafft Fronten und Plattformen, führt immer wieder zu gern „genutzten“ Aktionen radikaler Art, die wiederum Polizeieinsatz und Vorurteilen dienen. Auch hier sind kleine Gruppen meinungsbildend.
Und die „Vertriebenen“ sterben nicht aus, weil sie rausgejagt werden, sie haben Nachkömmlinge und würden auf der erzwungenen Wanderung durch andere Orte ihr Gedankengut weiterverbreiten, angereichert um den Ruf des Märtyrertums als Heimatlose.
Womit wir wieder bei einer Frage wären: Was macht diesen braunen Schoß so fruchtbar?

Übrigens: Ich habe dem Foto seinen Titel wiedergegeben.


Alle Fotos und Bildbearbeitungen in den Galerien werden von mir entweder zum Kauf angeboten, sind für Ausstellungen vorgesehen oder können auf Anfrage auch für andere Zwecke (Websites usw.) zur Verfügung gestellt werden.
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